Hey, ich bin Nadine.
Mein Job? Dich während Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett zu stärken.
Weniger „wird schon“.
Mehr Wissen, Klarheit und Rückhalt.
Für mich als feministische Doula ist es...
Immer wieder. Daran arbeite ich. Als Feministin und Doula.Schwangerschaft und Geburt sind persönlich UND politisch
Schwangerschaft und Geburt gelten als privat und intim. Gleichzeitig ist die Gebärmutter das einzige Organ, das im Strafgesetzbuch steht. Der gestaffelte Mutterschutz nach frühem Schwangerschaftsverlust wurde politisch erstritten. Und Hebammenmangel, Schließungen von Geburtshäusern oder unterbesetzte Kreißsäle sind keine persönlichen Einzelschicksale, sondern Ausdruck systemischer Schieflagen.
Die meisten schwangeren Personen leben nicht abgeschottet auf einer Insel, sondern inmitten unserer Gesellschaft, die von hetero-cis-patriarchalen, weißen, rassistischen, klassistischen und kapitalistischen Werten geprägt ist. Die daraus resultierenden Strukturen beeinflussen, welche Möglichkeiten und Entscheidungen für wen, wann, ob und wie realistisch sind und zeigen ihre Härte oft genau dann, wenn schwangere Personen eigene Wege gehen oder Schwangerschaft und Geburt nicht dem Erwarteten entsprechen. Was dann folgt, sind nicht selten Irritation, Bewertung und Beschämung statt Offenheit für Vielfalt.
Genau hier setzt meine feministische Doula-Begleitung an. Sie verbindet das Private mit dem Politischen und verknüpft persönliche Erfahrungen mit gesellschaftlicher Analyse. Sie hilft, die Strukturen hinter dem Individuellen sichtbar zu machen und stärkt deine Fähigkeit, dich mit diesen Dynamiken bewusst auseinanderzusetzen und dir neue Räume für selbstbestimmtes Handeln zu erarbeiten.
Politik ist unser Alltag. Sie ist überall. In deinem Geldbeutel. In deinem Pass. In deiner Schwangerschaft. In deiner Wut. Und in deinem Mut, es anders zu machen! Wer bin ich, dass ich dir etwas über Schwangerschaft, Geburt, Elternwerden und Feminismus erzählen will?

Es werden immer erst hinterher Geschichten daraus. Was also ist meine? Lange bevor ich den Begriff Feminismus mit Bedeutung füllen konnte, war er als Erfahrungswissen längst da: in den Sätzen meiner Mutter über finanzielle Unabhängigkeit, in ihrem Schmerz über das Hausfrauendasein in einem bayerischen Kaff der 80er- und 90er-Jahre. Und in meiner Oma, die immer für alle da war, bis ich mich irgendwann fragte: Wer bist du eigentlich, als Mensch?
Meine feministische Haltung ist in Beziehungen zu prägenden Menschen gewachsen, meine feministische Bildung in meinem Studium gereift, und den Weg zur feministischen Doula fand ich über meine eigenen Schwangerschaftserfahrungen. Plötzlich dröhnten Fragen laut in meinem Kopf: Wie bereite ich mich gut auf die Geburt vor? Was bedeutet es, Mutter zu werden? Wie verändert sich mein Leben?
Während ich nach Antworten suchte, merkte ich: Es gibt viele Angebote, und trotzdem bleiben viele Fragen und Unsicherheiten unbeantwortet. Also beschloss ich, genau dort anzusetzen: bei dem, was in der üblichen Begleitung oft zu leise bleibt, und bei der Frage, wie ich schwangere und gebärende Menschen sicher, klar und gehalten begleiten kann.

Was meine Arbeit trägt, ist nicht nur eigene Erfahrung, sondern auch eine fundierte Ausbildung:
Zu meiner Arbeit als Doula gehört für mich auch mein ehrenamtliches Engagement. In Neustrelitz biete ich einen Gesprächskreis für Sternenkindeltern an; im November 2025 habe ich die Kampagne #SchwangerOhneGewalt mit ins Leben gerufen.

