Hey, ich bin Nadine. 

Kliniktaschen-Packliste und Geburtsaffirmationen?

Nö – hier bekommst du mehr als Standard.

Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett: In Verbindung mit dir bleiben

Eigentlich ist es ganz einfach, oder? Du wirst schwanger, dann bist du plus/minus 40 Wochen schwanger, rockst die Geburt, wuppst das Wochenbett und bist halt von da an Mutter. Das haben abertausende Frauen vor dir auch schon geschafft, was soll daran schwierig sein?

Ich sag’s dir: ziemlich viel. Diese Erzählung stinkt von vorne bis hinten. Warum? Weil 

  • wir keine Maschinen, sondern empfindsame Wesen sind, 
  • ein massiver körperlicher Umbau auf allen Ebenen, der neurophysiologisch nachgewiesen werden kann, stark vereinfacht wird,
  • völlig ausgeblendet wird, unter welchen Rahmenbedingungen jemand schwanger ist: mit wie viel sozio-ökonomischer Sicherheit und Unterstützung, mit wie viel Diskriminierungserfahrungen im Gepäck – etwa Rassismus, Sexismus, Ableismus, Queerfeindlichkeit, Klassismus – und mit wie viel Care-Verantwortung auf den Schultern,
  • das Unerwartete (Erkrankungen in der Schwangerschaft, früher Schwangerschaftsverlust, Kindstod, etc.) keinen Platz hat,
  • es an den Zwischentönen und an Verbindung fehlt.

Ich bin Doula. Mir geht es darum, dass du dich als (werdende) Mutter wohlfühlst, dass du die Veränderungen in deinem Leben bewusst wahrnimmst, dass du deinen Weg selbstbestimmt gehst – und dich dabei nicht allein, sondern getragen, eingebettet und verbunden fühlst.

Deswegen bin ich die Stimme, die dir immer wieder sagt: Du bist wichtig. Es geht nicht nur um dein Baby, sondern vor allem auch um dich selbst. Ich bin die Erinnerung daran, dass du bei dir bleiben darfst, auch wenn das Außen an dir zerrt und schiebt. Ich bin die Pause-Taste, wenn deine To-do-Liste voller wird und dein Tank immer leerer. Ich bin das offene Ohr, wenn Schwangerschaft, Geburt oder Wochenbett anders verlaufen, als du es dir gewünscht hast – auch in Schmerz, Verlust und Momenten, für die es kaum Worte gibt. 

Portrait Doula Nadine Birner vor rosa-pinker Hauswand.
Ich bin dein sicherer Ort, wenn Unsicherheiten laut werden, dir alles zu viel wird und du das Gefühl hast, langsam schwimmen zu gehen.

Es geht mir nicht um die übliche Mischung aus dekorativer Wohlfühlkulisse, romantisierter Individualisierung und leeren Mutmachparolen

Es gibt viele Angebote rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett, auch die Arbeit von Doulas wird in Deutschland sichtbarer. Gleichzeitig sehe ich, dass vieles davon an Menschen vorbeigeht, die weder Traumgeburt, Göttinnenenergie noch Rundum-sorglos-Checklisten suchen. Die spüren, dass Atemtechniken, Affirmationskarten und Wochenbettplanung hilfreich sein können, aber allein nicht reichen, wenn Schwangerschaft, Geburt und Elternwerden das eigene Leben einmal auf links drehen.

Vielleicht geht es dir auch so. Vielleicht bist du auf meiner Webseite unterwegs, weil du etwas anderes suchst. Weil du mehr verstehen willst, statt dich immer nur entspannen zu sollen. Weil du wirklich vertrauen können möchtest, statt zu blind zu hoffen, dass schon alles gut gehen wird. Weil du keine weitere Meditationstimme im Ohr brauchst, sondern jemanden an deiner Seite, die dich entlastet und dir den Rücken stärkt.

Genau da setzt meine Arbeit an. Bei mir bekommst du  

  • Wissen statt Mythen und falscher Versprechungen,
  • konkrete, spezifische Impulse statt Standard-Einerlei,
  • Orientierung statt "so haben wir das immer schon gemacht", 
  • Wohlwollen statt Optimierungsdruck,
  • Zeit und Raum für dich, zum Erkunden deiner Bedürfnisse und Wünsche.

Meine Arbeit ist deshalb:

individuell


Weil ich nicht nach Schablone begleite. Kein One-size-fits-all-Angebot, keine Methode, die ich über alle meine Klient:innen gleichermaßen drüberstülpe. Es geht um dich und ich arbeite mit dir, mit deiner Geschichte, deinen Erfahrungen, deinen Beziehungen, deinen Fragen und den Bedingungen, unter denen du Schwangerschaft, Geburt und Elternwerden erlebst.

feministisch


Weil Schwangerschaft und Geburt nie losgelöst von deinem Umfeld, vom Versorgungssystem, von Diskriminierungserfahrungen, Beziehungsdynamiken, Geld, Arbeit und Care-Verantwortung stattfinden. Sie werden maßgeblich davon geprägt, welche Informationen du bekommst, welche Räume dir offenstehen, wie dir begegnet wird und welche Strukturen deine Entscheidungen ermöglichen oder erschweren.

traumainformiert


Weil gute Begleitung deine empfundene Sicherheit, Wahlmöglichkeiten und dein Tempo ernst nimmt. Sie drängt nicht, sie überredet nicht und sie geht nicht über deine Grenzen hinweg. Traumainformierte Arbeit bedeutet für mich außerdem, meine eigenen Begleitungsgrenzen im Blick zu behalten. Klar zu sein, wo ich dich unterstützen kann, und ebenso klar zu benennen, wo andere Fachpersonen gebraucht werden.

Die Doularei mit Feminismus zu verknüpfen ist für mich kein Nischending, sondern ein notwendiger Missing Link

Schwangerschaft und Geburt gelten oft als privat und intim. Als persönliches Erleben und Teil der eigenen Lebensplanung. Das ist nur die halbe Wahrheit.

Denn die Gebärmutter ist das einzige Organ, das im Strafgesetzbuch steht. Der gestaffelte Mutterschutz nach frühem Schwangerschaftsverlust wurde politisch erstritten. Und unterbesetzte Kreißsäle, Rassismus, Misogynie und Gewalt in der Geburtshilfe sind keine persönlichen Einzelschicksale, sondern Ausdruck struktureller Gewalt.

Schwangere Personen leben nicht abgeschottet auf einer Insel. Sie bewegen sich in einer Gesellschaft, die von hetero-cis-patriarchalen, weißen, rassistischen, klassistischen und kapitalistischen Strukturen geprägt ist. Diese Strukturen beeinflussen, welche Informationen sie bekommen, welche Entscheidungen ihnen offenstehen, welche Unterstützung sie erhalten und welche Erfahrungen sie machen.

Besonders deutlich wird das, wenn schwangere Personen vom etablierten Standard abweichende Lebensrealitäten und Bedürfnisse haben. Wenn sie nicht in die erwarteten Bilder von Schwangerschaft, Geburt, Mutterschaft oder Familie passen. Dann folgen oft Irritation, Abwertung und Beschämung.

Nadine im pinken Leo-Anzug; sie blickt in die Kamera und lächelt; vor ihrer Brust der Schriftzug "Smash the Patriarchy"

Genau hier setzt meine feministische Doula-Begleitung an. Sie verbindet das Private mit dem Politischen. Sie verknüpft persönliche Erfahrungen mit gesellschaftlicher Analyse und macht sichtbar, was oft unsichtbar bleibt: Machtverhältnisse, patriarchale Prägungen, Rollenbilder und die vielen Erwartungen, die sich rund um Schwangerschaft, Geburt und Elternwerden auftürmen.

Dabei geht es nie darum, dich mit Theorie zuzutexten, sondern immer darum, dich zu entlasten. Weil nicht alles, was sich schwer anfühlt, dein persönliches Problem ist. Und weil neue Handlungsspielräume sichtbar werden, wenn du verstehst, womit du es eigentlich zu tun hast.

Wer Schwangerschaft und Geburt selbstbestimmt gestalten will, muss die gesellschaftlichen Verhältnisse mitdenken, in denen sie stattfinden.

Passt es zwischen uns?

Gute Zusammenarbeit braucht Vertrauen. Gerade in solch sensiblen und vulnerablen Lebensphasen wie Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und beim Elternwerden geht es nicht nur um Informationen, Methoden und Quick-Fixes. Hier zählt vor allem eins: Beziehung. Sie ist die Grundlage für alles Weitere. Wenn die Chemie stimmt, kann daraus eine Begleitung entstehen, die hilfreich ist, tragfähig wird und dich wirklich unterstützt.

Wir kommen gut zusammen, wenn...

  • du klare Informationen möchtest, aber nicht von mir erwartest, dass ich dir Patentrezepte oder fertige Antworten liefere.
  • du bereit bist, dich selbst ernst zu nehmen, auch mit deinen Fragen, Zweifeln, Grenzen und Widersprüchen.
  • du deinen selbstbestimmten Weg finden möchtest, ohne dich dabei optimieren zu müssen.
  • du gesellschaftliche und strukturelle Zusammenhänge verstehen möchtest.
  • du Lust hast, die üblichen Erzählungen über Schwangerschaft, Geburt und Mutterwerden einmal gegen das Licht zu halten und zu fragen: Stimmt das eigentlich für mich und überhaupt?
  • du dich nach einem Raum sehnst, in dem du nicht funktionieren, nicht performen oder besonders entspannt wirken musst.

wir matchen nicht, wenn...

  • du dir vor allem Bestätigung wünschst, aber keine ehrliche, wohlwollende Reflexion.
  • du erwartest, dass ich dir die eine richtige Technik und das passende Mindset für deine perfekte Geburt liefere.
  • du Selbstreflexion für nettes Beiwerk hältst, aber nicht für einen wichtigen Teil guter Vorbereitung.
  • du gesellschaftliche Fragen rund um Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Elternwerden lieber ausklammern möchtest.
  • du feministische Perspektiven grundsätzlich für übertrieben oder störend hältst.
  • du davon ausgehst, dass ich Schwangerschaft und Geburt romantisiere, verkläre oder mit pseudo-spirituellen, esoterischen Gemeinplätzen fülle.
  • du mit rechten Ideologien, menschenfeindlichen Positionen oder Verschwörungserzählungen sympathisierst.

Meiner Doularei Anfang: Mein Weg und Handwerkszeug

Porträt von Nadine Birner vor rosa Hintergrund – feministische Doula für selbstbestimmt gebären, informierte Entscheidungen und persönliche Begleitung rund um Schwangerschaft und Geburt.

Seit 2022 konnte ich dabei zusehen, wie meine Doularei langsam aus dem Ei schlüpfte. Alles begann mit meiner fünften Schwangerschaft. Der Weg dorthin war, gelinde gesagt, holprig gewesen: meine erste Schwangerschaft mit Hyperemesis Gravidarum, die Geburt meines Sternenkindes, drei frühe Schwangerschaftsverluste. Nach all dem sehnte ich mich in dieser Schwangerschaft nach emotionalem Support und ließ mich von einer Doula begleiten.

Von da an wuchs nicht nur mein Bauch, sondern auch mein Interesse an dieser Profession. Mich faszinierte, wie viele unterschiedliche Fachrichtungen in der Doularei zusammenkommen können: perinatales Wissen, Psychologie und emotionale Begleitung, Körperarbeit und somatisches Wissen, Beratung und Coaching, Kommunikation und Konfliktbegleitung, intersektionaler Feminismus und politische Bildung. Wow! Und das sind nur die Bereiche, für die ich besonders brenne.

Die Idee, mein eigenes Doula-Business zu gründen, war nicht mehr wegzudenken und drängte auf Umsetzung. Seit zwei Jahren wächst nun mein Business und ich wachse mit. Mindestens einmal pro Woche bin ich dankbar, diese zweite berufliche Heimat gefunden zu haben. Oder sie mich?

Mein fachliches Fundament:

  • M. A. Amerikanistik, Fokus auf feministischer Theorie und Kunst
  • Jahresausbildung Mediation bei ImKonsens – Mediation und Diversity
  • Ausbildung zur Feministischen Coachin® an der Feministischen Coaching Akademie
  • Online Basis-Fortbildung SEI® - Frühe Verletzungen und Entwicklungstrauma erkennen und heilen - Beziehung und Sicherheit mit traumatisierten Klient*innen von Dami Charf
  • diverse Online-Seminare u.a. bei Schatten und Licht e. V., "Psychische Krisen rund um die Geburt – Familien professionell beraten und begleiten", "Zwangsgedanken, Angst-, und Panikstörung rund um die Geburt", "Wenn die Freude Trauer trägt – Beratung von Sternenkind-Eltern nach einer Fehlgeburt, Totgeburt oder Abtreibung", "Rassismus und Gewalt in der Geburtshilfe."

Neben meinen Ausbildungen sind es unzählige feministische Autor*innen, von denen ich lerne, die mich inspirieren und meine Arbeit bereichern. In diesem Sinne: Ich stehe auf den Schultern der Frauen, die vor mir gegangen sind.

Fester Bestandteil meiner Arbeit als Doula ist mein ehrenamtliches Engagement. In Neustrelitz biete ich einen Gesprächskreis für Sternenkindeltern an; im November 2025 habe ich die Kampagne #SchwangerOhneGewalt mit ins Leben gerufen.

Ich bin Mitglied bei:

Klingt für dich nach einem Match?

Dann schreib mir für ein unverbindliches Kennenlerngespräch. Ich freu mich auf dich!