In vielen Geburtsdiskursen wird die „selbstbestimmte Geburt“ wie ein Label gehandelt – eng verknüpft mit fixen Idealbildern und Attributen: Hausgeburt oder Geburtshaus, „natürlich“, spontan, sanft, friedlich, möglichst ohne Interventionen und auf keinen Fall Einleitung, PDA oder Saugglocke. Auch ein Satz taucht mantraartig immer wieder im Zusammenhang mit der selbstbestimmten Geburt
Die Alleingeburt ist ein Symptom eines strukturell gewaltvollen, patriarchalen Gesundheitssystems – und wird gleichzeitig in bestimmten Geburts-Bubbles und Free-Birth-Businesses als feministische Selbstermächtigung vermarktet. Diese Kommerzialisierung individualisiert Verantwortung, blendet Risiko und Gefahr aus und reproduziert patriarchale Logiken, gegen die sie zu rebellieren vorgibt. Eine feministische Antwort auf misogyne Gewalt im Kontext
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