Martina Kruse ist (Familien-)hebamme, systemische Beraterin und traumazentrierte Fachberaterin. Sie begleitet Personen rund um Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Elternwerden und ist besonders dann Ansprechpartnerin, wenn frühere Erfahrungen, eine belastende Geburt oder der Start mit dem Kind schwerer wiegen als erwartet. Darüber hinaus berät sie geburtshilfliche Fachkräfte, die belastende Geburten begleitet
Deine Schwangerschaft neigt sich ihrem Ende zu und der Tag, an dem dein Baby geboren wird, rückt näher. Körperlich ist viel los, mental sowieso und emotional erst recht. Dein Gefühlsspektrum reicht von Vorfreude und Vertrauen über Neugier und Nervosität bis hin zu Angespanntheit und Angst. Die Geburtsgeschichten anderer Menschen hallen
Während einer Schwangerschaft gibt es viel zu bedenken, zu organisieren, zu tun. Diese Lebensphase entpuppt sich oft als weniger flauschig, als uns die gängigen Erzählungen über Schwangerschaft nahebringen wollen. Du bist gut beschäftigt; klärst Dinge, holst Informationen ein, triffst unzählige Vorbereitungen. Und dann spricht dich deine Hebamme oder Doula auf
In vielen Geburtsdiskursen wird die „selbstbestimmte Geburt“ wie ein Label gehandelt – eng verknüpft mit fixen Idealbildern und Attributen: Hausgeburt oder Geburtshaus, „natürlich“, spontan, sanft, friedlich, möglichst ohne Interventionen und auf keinen Fall Einleitung, PDA oder Saugglocke. Auch ein Satz taucht mantraartig immer wieder im Zusammenhang mit der selbstbestimmten Geburt
Die Alleingeburt ist eine Reaktion auf ein strukturell gewaltvolles, patriarchales Gesundheitssystem – und wird gleichzeitig in bestimmten Geburts-Bubbles und Free-Birth-Businesses als feministische Selbstermächtigung vermarktet. Diese Kommerzialisierung individualisiert Verantwortung, blendet Risiko und Gefahr aus und reproduziert patriarchale Logiken, gegen die sie zu rebellieren vorgibt. Eine feministische Antwort auf misogyne Gewalt im
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